“Blancos empíricos”

De mi muro de Facebook, 1 de abril de 2016

Si no me molestara tanto, podría hasta reírme. ¿Será que la gente no entiende o que se hacen los que no entienden que una cosa es describir y otra es usar una descripción para descalificar?

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¿Así que hay gente que no soporta a los ‪#‎negros‬ que se molestan porque les llaman negros? Pues yo no soporto a la gente (no me importa del color que sea) que cree que usando la palabra ‪#‎afroamericanos‬ o ‪#‎afrocubanos‬ o eufemismos como “‪#‎deColor‬” mejoraría la “descripción”, ni a los que insisten en “describirme” por mi color de piel u otra característica física en asuntos que nada tienen que ver con mi color de piel u otro aspecto de mi físico… Sigue leyendo

¿Decencia contra éxito electoral?

(zu Dt. “Anständig, aber wenig erfolgreich”)

"Por una diversidad multicolor", escribió un manifestante en esta marcha antinazi de 2012. "¿Demasiada multiculturalidad para tu gusto?", pregunta hoy el AfD.

“Por una diversidad multicolor”, escribió un manifestante en esta marcha antinazi de 2012. “¿Demasiado colorido para tu gusto?”, pregunta hoy el AfD, surgido en 2013.

En estos días, buena parte de mis colegas en la prensa alemana comenta, en similar tono, la relativa victoria del ultraderechista y populista partido Alternativa para Alemania (AfD)  y la aplastante derrota de La Izquierda (Die Linke), en las elecciones regionales del pasado domingo:

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Kuba, (m)eine erfundene Insel*

* Este texto (sin traducción al español) fue originalmente escrito en alemán para la revista suiza Frauen Forum (edición de septiembre de 2015). / Dieser Text wurde für die schweizerische Zeitschrift Frauen Forum (September 2015) verfasst. 

„Havanna ist eine Erfindung“, behauptet die kubanische Sängerin Gema Corredera in einem in Madrid gedrehten Dokumentarfilm und ich nicke zustimmend. Wie jeder, der aus Havanna kommt, meint sie damit natürlich Kuba, eine Insel, die immer wieder innerhalb und außerhalb ihrer Grenzen leidenschaftlich neu erfunden wird.

„Es ist die schönste Insel, die Menschenaugen jemals erblickten“, stellte der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus fest, als er sie in kastilischen Diensten 1492 für Europa „entdeckte“. „Das wahre Kuba ist weit mehr als Pauschalurlaub am weißen Sandstrand“, bekräftigt eine moderne Nachfolgerin, die schweizerische Globetrotterin Jennifer Holzer, Jahrhunderte später. „Kuba ist eine Mischung aus beeindruckender Geschichte und atemberaubenden Landschaften, spritzigen Cocktails und rassigen Zigarren, heißen Rhythmen kombiniert mit feurigen Tänzen und vor allem einem: Leidenschaft“, fügt sie hinzu und ich muss grinsen.

„Die Wärme macht eben doch ganz schön träge“, schrieb meine ostdeutsche Mutter in ihrem zweiten Brief an meine Großeltern, nachdem wir 1981 ausgewandert  und zu meinem kubanischen Vater an seinen Wohnort, einer Kleinstadt außerhalb von Havanna, gezogen waren. „Die Wohnungseinrichtung ist sehr spartanisch“, fügt sie hinzu, während ich − gerade einmal ein Jahr alt − ihr immerzu am Rockzipfel hing. Ich bin nicht in Kuba geboren, aber dort aufgewachsen und vor allem erwachsen geworden. Ich bin nicht dort geblieben und meine Tochter ist auch nicht dort geboren. Trotzdem bleibt es für mich die Insel, wo ich der Mensch geworden bin, welcher ich heute bin: unter anderem eine Frau, die von einer Insel herkommt.

Die Abgrenzung des Lebensraums durch Meeresgrenzen, die unvermeidbare, köstliche und gleichzeitig schreckliche Übereinstimmung der rechtlichen mit den natürlichen Grenzen, bedingt die Möglichkeiten und die Art der interkulturellen Kontakte, die wirtschaftlichen Überlebensalternativen, die kulturelle und politische Entwicklung des Landes, wo ich aufgewachsen und erwachsen geworden bin. „Für die meisten Kubaner, die noch nie einen Fuß außer Landes setzten, stellt Kuba einfach die ganze Welt dar, das Universum, die Sonne und die Sterne“, fasste es einmal mein Journalismusprofessor an der Universität Havanna zusammen. Er wies auf die Bedeutung unserer Existenz als Inselbewohner hin, auf „jenen verflixten Umstand, überall von Wasser umgeben zu sein“, wie es der kubanische Dichter und Dramaturg Virgilio Piñera 1943 erklärte.

Über einen solchen Umstand, der ein gewisses Gefühl der Isolierung und gleichzeitig den Eindruck eines besonderen Andersseins begünstigt, können bestimmt viele andere Inselbewohner dieser Welt berichten. Als Kubanerin habe ich allerdings ständig das Gefühl, nicht von irgendeiner Insel sondern von einer irgendwie geografisch und von der Bevölkerungszahl her sehr unbedeutenden und doch weltbekannten, „besonderen“ Insel herzukommen. Immer wieder bekomme ich zu spüren, dass ich Teil der Geschichte einer Insel bin, die innerhalb wie außerhalb ihrer Grenzen sehr stark polarisiert − übertrieben verschönt von den einen, von den anderen fassungslos unverstanden, verbittert oder enttäuscht verurteilt. Jeder, oft auch die, die sie noch gar nicht kennen, erfindet sich selbst seine Insel:

Ry Cooders und Wim Wenders Insel des Buena Vista Social Club Orchesters. Die Insel der Revolution  von 1959 − als „Hoffnung Lateinamerikas und der Dritten Welt“ oder als „eine über mehr als 50 Jahre erhaltene politische Diktatur“. Die „letzte Festung des Kommunismus“. Die Insel der „unerhörten sozialen Errungenschaften im Gesundheits- und Bildungswesen“. Die der „totalen Krise an Lebensmitteln und anderen Grunderzeugnissen“. Eine „sich den USA widersetzende“ oder „von den USA sanktionierte“ Insel, die gerade eine Annäherung mit dem Erzfeind erlebt. Die Insel „der Castro-Brüder“ oder „der Miami-Exilkubaner“.

Die Insel wo die Frauen 63 Prozent der Hochschulstudenten darstellen, wo sich die Zahl der Fachfrauen und Technikerinnen in den letzten drei Jahrzehnten versechsfacht und die der weiblichen Führungskräfte versiebenfacht hat, wo das Parlament zu 49 Prozent aus Frauen besteht und auch unter den für illegal erklärten Dissidentenorganisationen immer mehr Frauen vertreten sind. Und gleichzeitig die Insel, wo − wie in vielen anderen Ländern der Welt und Lateinamerikas − die Frauen noch „um Rechte kämpfen, mit denen die Männer geboren wurden, und die Männer um Rechte, die ihnen die dominierende Machokultur vorenthält“.

Die „atheistische Insel“, in der einmal Gläubige sozial stigmatisiert wurden und nicht nur die pastorale Arbeit an ihren christlichen Kultstätten starken Restriktionen unterworfen war, sondern auch die spontane Religiosität ihrer Bevölkerung − mit ihren uneinheitlichen und von organisierten Zeremonien eher unabhängigen Praktiken. Oder die „säkulare“, für Ausländer oft „folkloristische“ Insel, auf welcher heute katholische wie evangelische Kirchen und Zeremonien, Religionen afrikanischer Herkunft wie die „Santería”, Glaubensrichtungen ethnischer Minderheiten wie die der Juden, Spiritismus „kardecianischen“ Ursprungs sowie orientalische religiös-philosophische Praktiken aufeinander treffen und Grenzen verwischen.

Mit all diesen Inseln und mit vielen mehr fühle ich mich tagtäglich konfrontiert. Durch die ständige Berichterstattung der nationalen und internationalen Medien. Durch Bekannte und Unbekannte, vor allem Taxifahrer, die erfahren, dass ich aus Kuba komme und mich immer wieder fragen, ob kubanische Zigarren wirklich so gut schmecken, ob ich einen echten „Santero“ kenne, ob ich Havanna Club oder Bacardí-Rum trinke, wie es Fidel Castro geht, wie sein Bruder Raúl gerade regiert, wie schwer das Leben in Kuba ist und was nach den Castros auf die Insel zukommt.

All diese Fragen versuche ich fleißig, zusammenfassend und dennoch komplex, zu beantworten. Ich versuche, irgendwie zu erklären, dass die Insel aus einem Berg an trotzigen, widersprüchlichen Menschen- und Familienschicksalen besteht, dass die Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsszenarien für jeden dieser etwa elf Millionen Menschen und ihre Familien anders aussehen.

So ist zum Beispiel mein eigenes Schicksal von der Tatsache geprägt, hauptsächlich und doch nicht nur von dieser Insel herzukommen, in der ich mir die spanische Sprache als Muttersprache aneignete und die deutsche Sprache meiner Mutter nur sehr spät als Fremdsprache lernte. Dadurch, dass ich aber in sehr engem Kontakt mit einer anderen und nicht nur mit der auf der Insel herrschenden Kultur aufgewachsen und erwachsen geworden bin, lernte ich auch schnell meine verschiedenen, teilweise gegensätzlichen Identitäten zu schätzen, untereinander zu vermischen und auszuschöpfen. Oder es zumindest zu versuchen. So wurde ich zu einer schwarz-weißen, deutsch-kubanischen, lateinamerikanischen Frau. Migrantin dort, Ausländerin hier. Eine gut ausgebildete, jedoch besitzlose Frau, die gerne tanzt und lacht und genau weiß, dass alles, was sie besitzt oder kaufen kann (ein Fahrrad, ein paar Möbel, eine Reise, Essen, Klopapier) einfach vergänglicher Luxus ist und die sich jeden Tag über diese einfachen, angeblich so „selbstverständlichen“ Dinge freuen kann. Eine nicht-religiöse Frau, die aber Ostern und Weihnachten feiert. Eine spontane Frau, die aber manche Dinge sehr gerne gut im Voraus plant. Eine, die Klartext-Reden schätzt und sich trotzdem oft in eher blumige Reden verwickelt. Eine, die leidenschaftlich ihre Meinung und ihren Glauben verteidigt und doch akzeptiert, das es so viele andere Menschen gibt, die anders denken und anderer Überzeugung sind. Wenn ich diese, meine ganz persönliche Insel beschreibe, und anderen zu erklären versuche, was sie für mich bedeutet, wie ich sie jeden Tag neu erfinde, muss ich immer wieder an Dulce María Loynaz, eine andere kubanische Dichterin, denken, die 1953 die Insel für sich definierte: „Festland nannten unsere Vorfahren alles, was nicht Insel war. Also ist eine Insel das, was am wenigsten fest ist, am wenigsten Erde auf der Erde.“

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Cecilia II

Es hija de emigrantes. De emigrantes cubanos. Así que, a distancia y con banda ancha de ida, pero no de vuelta, sin la posibilidad de una videollamada, con menos de un año y medio de edad, aprendió ya, solita, a apretarse el teléfono contra el pecho y abrazar a sus abuelos.

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¿SOY O NO SOY CHARLIE ?

El caricaturista francés Jean-Marc Couchet (alias Giemsi)  rechaza la "instrumentalización fascista de Pegida". El parlamento de su personaje: "Contrólate, Jürgen", forma parte de una acción de caricaturistas franceses que rechazan el movimiento anti-islámico alemán Pegida. (Foto: Jean-Marc Couchet alias Giemsi. Fuente: dpa, SpiegelOnline)

El caricaturista francés Jean-Marc Couchet (alias Giemsi) rechaza la “instrumentalización fascista de Pegida”. El parlamento de su personaje: “Contrólate, Jürgen”, forma parte de una acción de caricaturistas franceses que rechazan el movimiento anti-islámico alemán Pegida. (Foto: Jean-Marc Couchet alias Giemsi. Fuente: dpa, SpiegelOnline)

Mucha gente querida nos conmina por estos días en FB a ser Charlie. Si no lo somos, apoyamos el terrorismo. Así de simple. Yo, lo confieso, me he negado a ser o no ser la revista satírica Charlie Hebdo (‪#‎JeSuisCharlie‬ ‪#‎JeNeSuisPasCharlie‬), Ahmed (‪#‎JeSuisAhmed‬ el policía musulmán que murió defendiendo el derecho de Charlie a decir) o la policía sin nombre asesinada en Montrouge. Y, sí señores, SIN SER OTRA QUE YO MISMA, digo NO AL TERRORISMO. Lo desprecio y lo condeno. Y marcho y escribo junto a todos los Charlie, los Ahmed y DemásGenteConOsinNombre, para manifestarlo. Y si se puede hacer algo más que marchar y escribir, hagámoslo. Pero probablemente no todos marchemos juntos y algunos marchemos juntos pero no gritemos las mismas consignas. O gritemos las mismas consignas y querramos decir con ellas cosas muy diferentes. So what!? ¿No es de eso que se trata la pluralidad y las libertades (de expresión, asociación, etc.) que tanto defendemos?

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Cecilia

1+1=3

La tribu ya está completa. O casi (Quién sabe. Podría sumarse uno más).

Cecilia llegó por fin. A fines de noviembre. Oruga de otoño. Ahora mariposa. Dejó de ser la primera novela de la literatura cubana. Esa zarzuela. Esa canción de Fito. (Una joya.) O aquella tan simpática de Simon & Garfunkel. (La única que, por supuesto, logran evocar nuestros amigos alemanes.)

Cecilia es nuestra canción. Nuestra novela. (Nuestra joya.) La obra más larga, más completa, más hermosa que hayamos “escrito” nunca… Y (es más) no es nuestra: “escribe” con nosotros.